Infos zum Thema Totholz sind weiter unten zu finden
Staketenzäune
Staketenzäune sind seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Landschaftsgestaltung und des Gartenbaus, in unserer Region aber leider nicht so oft zu finden, obwohl sie sehr robust und langlebig sind.
Ein Staketenzaun besteht aus vertikal angeordneten Holzpfählen oder "Staketen", die durch horizontale Drähte oder Latten miteinander verbunden sind. Unsere Zäune sind alle aus Kastanie gefertigt. Sie ist von Natur aus wetterbeständig und benötigt keine chemische Behandlung, was den Staketenzaun zu einer umweltfreundlichen Alternative macht.
Mit der Zeit nimmt das Holz eine silbergraue Patina an. Sie werden in der Regel aufgerollt verkauft. Mit etwas Übung ist die Montage gut machbar.
Staketenzäune I Beispiele aus unserem Garten
Zäune geben Struktur - unsere Wahl ist auf Kastanie gefallen, weil hier eine lange Haltbarkeit zu erwarten ist.
Auch Sitzplätze lehnen sich gut am Zaun an
Das Türchen zum Obstgarten
An vielen Stellen sind unsere Zäune auch Rank- und Standhilfe für Pflanzen
Beim Zaunbau
Ramblerrosen und Brennesseln
Beete am Zaun
Auch Sitzplätzen tut ein Zaun im Hintergrund gut
Hier haben wir aus Staketenzäunen einen Grünschnittbereich gebaut, der auch mit der Schubkarre zu befahren ist
Die verborgene Welt des Totholzes: Ein Schlüssel zur Artenvielfalt
Auf den ersten Blick mag es wie Unordnung aussehen – ein umgestürzter Baumstamm, ein morscher Asthaufen am Waldboden. Doch was viele als „tot“ ansehen, ist in Wirklichkeit ein pulsierender Lebensraum und ein unverzichtbarer Bestandteil eines gesunden Ökosystems: Totholz.
Früher wurde Totholz oft aus Wäldern entfernt, um die „Sauberkeit“ zu gewährleisten oder es als Brennholz zu nutzen. Heute wissen wir, dass diese Praxis der Natur erheblichen Schaden zufügt. Totholz ist eine Heimat für unzählige Lebewesen. Pilze, Moose und Flechten besiedeln die raue Oberfläche, während Insekten wie Borkenkäfer und Wildbienen in den verrottenden Fasern Nistplätze finden. Diese Insekten wiederum dienen als wichtige Nahrungsquelle für Vögel wie Spechte, die ihre Bruthöhlen oft in alten, hohlen Bäumen anlegen. Auch Säugetiere wie Igel, Siebenschläfer und Fledermäuse finden in Totholz Schutz und Unterschlupf.
Der ökologische Wert von Totholz geht jedoch weit über die reine Behausung hinaus. Es speichert große Mengen an Wasser und Nährstoffen, die es langsam an den Wald- oder Gartenboden abgibt. Dadurch trägt es zur Bodenfruchtbarkeit bei und hilft, den Wasserhaushalt zu regulieren. Der Abbauprozess des Holzes ist ein langsamer, natürlicher Kreislauf, der Kohlenstoff im Ökosystem bindet und somit eine wichtige Rolle im Klimaschutz spielt.
In unseren Wäldern und Gärten ist Totholz ein Zeichen für Naturnähe und Artenvielfalt. Anstatt es zu entfernen, sollten wir es als das anerkennen, was es ist: ein vitaler Baustein des Lebens und ein wesentlicher Beitrag zum Gleichgewicht der Natur. Wer einen alten Baumstumpf oder einen Asthaufen in seinem Garten belässt, schafft ein kleines Biotop und leistet einen wertvollen Beitrag zum Schutz heimischer Tier- und Pflanzenarten.
Totholz I Beispiele aus unserem Garten
An vielen Stellen in unserem Garten findet sich Totholz, hier als Stamm für die Wildbienen.
Benjeshecken eigenen sich gut, um einerseits Strukturen zu schaffen und andererseits den anfallenden Gehölzschnitt auf dem Grundstück unterzubringen.
Totholz ist auch als Beetbegrenzung geeignet - hier in Verbindung mit einzelnen Steinen.
Am Wasser sind Äste und Wurzeln auch gut als Ausstiegshilfen für Insekten geeignet.
Kleine Benjeshecke im Hausgarten
Ein alter Weinstock im Blumenbeet
Beetbegrenzung aus kleinen Stämmen und Reisig
Manchmal kann Totholz fast wie eine Skulptur wirken.
Größere Stämme müssen tiefer in den Boden eingebaut werden, um einen sicheren Stand zu haben.
An mehreren Stellen im Garten schichten wir das Holz einfach locker auf und lassen es liegen.
Im September 2025 bauen wir an einem Käferkeller. Der beste Ort hierfür ist ein schattiger/halbschattiger Platz, der nicht ganz trocken ist.
Für den Käferkeller werden Laubhölzer in verschiedenen Verrottungsstadien in eine ca 75 cm tiefe Mulde eingebaut und mit organischem Material (Holzschnitzel, kleine Äste, Laub etc.) aufgefüllt.